Philolympics 2019 – Toller Erfolg für das Paulinum

Der Landeswettbewerb der Philosophie-Olympiade 2019 ist geschlagen. 23 Schülerinnen und Schüler aus ganz Tirol traten in einen Wettstreit des Geistes. Die dabei verfassten Essays setzten sich mit einem von vier vorgegebenen Zitaten auseinander.

Von unserer Schule nahmen Anna-Maria Hirschhuber (7A) und Lukas Tschuggnall (8B) teil und konnten vor allem durch den dritten Gesamtrang von Anna-Maria das Paulinum erneut sehr erfolgreich vertreten.

Wir gratulieren ganz herzlich zu diesem hervorragenden Ergebnis! 

 

Siegerehrung

 

 

Die Themen des Tiroler Landeswettbewerbes lauteten:

1.   

Lernen und Genießen sind das Geheimnis eines erfüllten Lebens. Lernen ohne Genießen verhärmt, Genießen ohne Lernen verblödet.

Richard David Precht: Wer bin ich – und wenn ja, wie viele? Eine philosophische Reise, Goldmann, München 2007

 

2.

Haben demente Menschen ein Recht auf Würde? Manche Demenzpatienten scheinen, vor allem im letzten Krankheitsstadium, jede Fähigkeit verloren zu haben unwürdige Bedingungen zu erkennen oder darunter zu leiden. Haben sie dennoch ein solches Recht? Oder ist unsere Besorgnis um ihre Würde unter diesen Umständen nur eine Form von Sentimentalität, die wir uns nicht leisten können oder nicht leisten sollten?

Ronald Dworkin: Die Grenzen des Lebens. Abtreibung, Euthanasie und persönliche Freiheit, Hamburg 1994

 

3.

Unsere sichersten Überzeugungen haben keine verlässlichere Schutzwache als eine ständige Einladung an die ganze Welt, sie als unbegründet zu erweisen.

John Stuart Mill: Über die Freiheit, Stuttgart 2010 S.34 f.  

 

4.    

Es gibt heute keine Sprache – es gibt eine Sprachlosigkeit und eine Ratlosigkeit. Der Sprache wird heute die Sprache genommen. Auf der einen Seite gibt es einen ungeheuren Lärm, einen Kommunikationslärm, auf der anderen Seite eine unheimliche Stummheit. Und diese Stummheit unterscheidet sich vom Schweigen. Schweigen ist sehr beredt. Schweigen hat eine Sprache. Stille ist auch beredt. Stille kann auch Sprache sein. Aber Lärm und die Stummheit sind ohne Sprache. Es gibt nur sprachlose, lärmende Kommunikation, das ist ein Problem.

Byung-Chul Han: Aus einem Interview in: ZEIT ONLINE. Tut mir leid, aber das sind Tatsachen. Der Sprache wird heute die Sprache genommen. Im Mai 2014