„Und jetzt habe ich sie doch gefunden, die richtigen Worte.“ (Alina Astl)

Tatsächlich waren es die richtigen Worte, die Alina Astl (4C) und Valentina Leitinger (7B) beim Landesfinale des Redewettbewerbs am 26.4.2018 gefunden haben. Beide wurden nämlich Landessiegerin in der Kategorie Klassische Rede. Rafael Ager (7B) belegte den dritten Platz in der Kategorie Spontanrede, Iris Unterberger wurde mit ihrem Neuen Sprachrohr Vierte. Das Landesfinale fand im Tiroler Landhaus statt. Die Preise wurden von den Landesrätinnen Patrizia Zoller-Frischauf und Beate Palfrader übergeben.

Die richtigen Worte zu finden ist nicht einfach. Das können alle Pauliner SchülerInnen bestätigen, die sich in der vierten und in der siebten Klasse der Herausforderung stellen, eine Rede zu halten. Die Themenwahl bereitet schon so manchem Kopfzerbrechen, dann muss die Rede mit gescheitem Inhalt gefüllt und Stilmittel müssen möglichst elegant eingebaut werden. Schlussendlich muss die Rede vor der Klasse gehalten werden und wird von den SchulkollegInnen vielleicht noch heftig zerpflückt. Das setzt sicher viele SchülerInnen unter Druck. Genau von dieser Erfahrung ging Alina Astl in ihrer Rede „Aber das ist genug“ aus. Sprachlich gekonnt und in ihrer ruhigen Art rief Alina beim Landesfinale ihre jungen ZuhörerInnen dazu auf, sich nicht von fremden Erwartungen hinunterziehen zu lassen. Vielmehr gehe es darum, seinen eigenen Weg zu finden und sich selbst und die eigenen Leistungen wertzuschätzen. Betrachtet man das Konkurrenz- und Leistungsdenken, das auch an unserer Schule herrscht, so trifft diese Rede sicher einen Nerv unserer Zeit.

Dies gilt auch für Valentina Leitinger, die sich in ihrer Rede mit dem Phänomen „Zeit“ beschäftigte. Valentina breitete beim Landesfinale ihr gesamtes philosophisches Wissen über die Zeit vor den staunenden ZuhörerInnen aus. Sie schaffte es aber auch, mit ihrer augenzwinkernden Art die Thematik lebendig zu präsentieren. Dabei kam ihr sicher ihr ausgeprägtes schauspielerisches Talent zugute. Schlussendlich plädierte sie dafür, sich nicht im ständigen Fluss zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu verlieren, sondern vor allem die „gelebte Zeit“ zu genießen.

Rafael Ager setzte sich in seinen fünf Minuten Vorbereitungszeit auf die folgende Spontanrede mit dem Thema „Rechtsruck in Europa“ auseinander. Im Zentrum seiner Darbietung stand ein Plädoyer für mehr Differenzierung im Diskurs um heikle politische Themen und gegen populistische Antworten (sowohl von rechter als auch von linker Seite). Dabei konnte der Pauliner Schulsprecher auf einige rhetorische Erfahrungen zurückgreifen, die er im Rahmen seiner Schulsprechertätigkeit und bei diversen Projekten wie dem Jugendparlament bereits sammeln konnte.

Iris Unterberger trat in der stark umkämpften Kategorie „Neues Sprachrohr“ an und musste sich, weil es keine eigene Unterstufenkategorie gab, mit SchülerInnen aller Schulstufen „matchen“. Mit großem schauspielerischen Talent bot sie den ZuseherInnen eine tolle Performance samt Botschaft und konnte den vierten Platz erreichen.

Alina Astl und Valentina Leitinger werden Tirol beim Bundesfinale des Redewettbewerbs, der heuer in Kärnten stattfindet, vertreten. Sicherlich sammeln sie dabei viele neue, wertvolle Erfahrungen. Wir wünschen ihnen dafür alles Gute!

Prof. Matthias Rettenwander

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