Model European Parliament 2018 in OÖ

17th MEP Austria Session in Upper Austria

MEP2018k

Dieses Jahr hatten wieder SchülerInnen des Paulinums die Chance bei der National MEP Austria Session (heuer in Wels und Linz) teilzunehmen. Dabei waren jedoch nicht nur Simon Oberreiter (7A) und Sophie Schuler (6A), die beide als Delegierte teilnahmen, sondern auch unser Schulsprecher Rafael Ager (7B), der als „erfahrener MEPler“ schon als Committee President im Komitee 1 (Employment and Social Affairs) tätig war.

Das MEP (Model European Parliament) ist ein Jugendparlament, bei dem Jugendliche von 16 bis 19 Jahren die Möglichkeit haben, mit den klügsten jungen Köpfen des Landes über aktuelle und interessante Themen zu diskutieren. Während des gesamten MEPs wird übrigens nur Englisch gesprochen, um die Teilnehmer auf Internationale MEP Sessions vorzubereiten. Es gibt vier Komitees, mit jeweils verschiedenen Themen und Problemen, die es gilt zu bearbeiten und zu lösen.

 

Hier ein kleiner Einblick in die diesjährigen Fragen und Themenbereiche:

1. Committee on Employment and Social Affairs EMPL

Free movement is an essential part of the single market and a fundamental right in the EU.

How can mobility of employment seeking young EU citizens be promoted? Should they be included in the same national employment schemes as job seeking locals? Should they be entitled to the same allowances and social benefits as young citizens of that country? How can mobility measures counteract large scale youth unemployment in Europe without draining the social system of another EU country.

2. Committee on Culture and Education CULT

The question of new skills and competitive markets:

How can European secondary educational systems contribute to the acquisition of new skills to keep EU competitive in globalised markets.

3. Committee on Civil Liberties, Justice and Home Affairs _ LIBE

The question of media accountability:

Recent calls have been made towards a more regulated press, following allegations of media privacy invasion and phone hacking, fake news, and even accusations of corporate interests and lobbyists manipulating headlines, public opinion and elections. How should European countries ensure the media is able to fulfil its regulatory purpose in comprehensively, accurately and objectively informing the general public?

4. Committee on Industry, Energy and Research ITRE

The question of the digital European infrastructure:

What European measures are necessary to achieve a solid and secure digital infrastructure that enhances forms of cross-border traffic and communication collaboration and information exchange while respecting national security and established privacy rights?

 

Das ganze mag jetzt vielleicht ganz nett klingen — ein bisschen diskutieren, ab und zu die eigene Meinung einwerfen und den Rest der Zeit den Aufenthalt in der Stadt genießen. Ganz so einfach ist es leider (beziehungsweise zum Glück) nicht. Bevor man überhaupt seine Koffer packt und sich zur Anreise bereit macht, gilt es sich ausreichend über das Thema seines Komitees zu informieren. Erst als wir das gemacht hatten, konnten wir beruhigt in den Zug nach Oberösterreich steigen und die 3-stündige Anreise antreten. In Wels angekommen wurden wir herzlich von unseren jeweiligen Gastfamilien empfangen, die man sich üblicherweise zu zweit oder zu dritt teilt. Am Abend legten wir uns so schnell wie möglich ins Bett, um topfit für den ersten Tag des MEP zu sein. Uns erwartete ein strammes Programm — von Freitag bis Sonntag hieß es nun Termine, Termine, Termine. Jeweils von 8 Uhr morgens bis 22:30. Von interessanten Reden von Politikern, Unternehmern und den MEP Präsidenten und Präsidentinnen, über Diskussionsrunden, Komitee-Arbeit und einem Kulturabend bis hin zu gemeinsamen Abendessen und sportlichen Team-Building Aufgaben war alles mit dabei. Der Höhepunkt unseres Aufenthalts war natürlich das General Assembly am letzten Tag. Dort wird die ganze Arbeit die man in die sogenannte Resolution gesteckt hat von allen Teilnehmer/innen beurteilt und darüber diskutiert. Am Ende wird noch abgestimmt, ob die Resolution dem Europäischen Parlament, der Europäischen Kommission und dem Ministerrat vorgestellt werden soll. Nach drei Tagen, ca. zehn Stunden Komitee-Arbeit und dem fünf Stunden langen General Assembly trennten sich die Wege der Pauliner Delegation. Rafael und Simon brachen gleich nach Wien auf, um an einem weiteren Jugendparlament, dem sogenannten ÖSiP teilzunehmen. Ich jedoch begab mich mit der Innsbrucker Delegation wieder Richtung Tirol und freute mich nicht nur darüber, diese großartige Chance ergriffen zu haben, sondern vor allem wieder auf mein eigenes Bett und eine Nacht mit mehr als drei Stunden Schlaf.

P.S.: Tipp für die Zukunft: Geht auf jeden Fall vor drei Uhr nachts schlafen, wenn am nächsten Tag zufällig ein General Assembly anstehen sollte.

Sophie Schuler, 6A