Paulinum entsendet erstmals Schüler zu internationalem europäischen Jungendparlament

Rafael Ager (7B) durfte als erster Pauliner Schüler an einem internationalen europäischen Jugendparlament (MEP) teilnehmen und zwar in Neapel.

Gruppenfoto

Hier sein Bericht:

MEP ist ein europäisches Jugendparlament, in dem unter 19 jährige Schüler*innen zusammenkommen um auf Englisch in verschiedenen Arbeitsgruppen (6) bestimmte Themen zu diskutieren, wobei jeder Gruppe ein Thema zugeteilt wird, - in meinem Fall lautete dies:

„The clean energy revolution in the European Union with a special focus on the mediterranean countries“

Anschließend wird ein Resolution Booklet ausgearbeitet, um dieses dem Europäischen Parlament zu übermitteln. -> das Ganze hat also auch einen Zweck ;)

 

„Für mich starteten die intensiven Vorbereitungen für meine Teilnahme schon am Beginn der Sommerferien. Es galt, mich über das Thema, das ich dann in Neapel in einem eigenen Komitee bearbeiten durfte, ausreichend zu informieren. Außerdem waren einige verschiedene Reden zu schreiben und meine „Englischskills“ zu verbessern.

Mit der verbleibenden Zeit stieg meine Nervosität stetig. Ich durfte zwar schon an einem nationalen MEP in Wien teilnehmen, strukturell war das der Session in Neapel sehr ähnlich. Man darf allerdings nicht vergessen, dass ich vor der Reise nach Italien so gut wie niemanden kannte und zu einer mir noch fremden Gastfamilie kam.

Das Ganze klingt vielleicht etwas schockierend, war dann im Endeffekt aber überhaupt nicht so. Es stellte sich schnell heraus, dass die anderen Teilnehmer*innen durch die Bank sympathisch waren - und die Familie erst recht (sie wohnen in einem Familienhaus mit Meer- und Vulkanblick, und das Essen war unbeschreiblich gut und viel).

Die vielen Stunden von Sessions mit der Arbeitsgruppe (12h in 2 Tagen) rauben einem ganz schön viel Energie und verlangen eine gute Gesprächskultur bei jeweils 12 Delegierten.

Wer am Ende dieser Sessions überzeugend gearbeitet und seine Kollegen*innen überzeugt hat, darf bei der großen Generalversammlung (General Assembly) in einem richtigen Plenarsaal vor über 100 Leuten eine Rede halten.

Ich hatte die Ehre die Opening Speech (unten angeführt) meiner Gruppe zu halten, meine “Lieblingsspeech”.

Bei der Opening Speech geht es darum, die anderen Delegierten für das eigene Thema zu begeistern. Das ist gelungen, ich habe sehr viel Lob für meine Rede erhalten und am Ende war es unsere Resolution, die die meisten Stimmen bekommen hat.

Abseits der Arbeit lernten wir verschiedene Länder und Kulturen kennen:

Portugal, Spanien, Malta, Frankreich, Italien, Niederlande, Österreich, Kroatien, Bulgarien, Griechenland und Zypern - allesamt total sympathische Menschen.

Es war ein unbeschreiblich gutes Gefühl, all diese Leute mit verschiedensten Charakteren und kulturellem Hintergrund zu treffen.

Ich habe viele neue Bekanntschaften gemacht und sogar einige Freundschaften schließen dürfen.

Ich möchte mich bei allen Lehrer*innen bedanken, die mich bei dieser Reise unterstützt haben. Unserem Direktor gilt mein besonderer Dank, er hat mich diese eine Woche freigestellt und bei allen Anliegen unterstützt. Ohne ihn wäre diese Reise nicht möglich gewesen.

Auch unseren Lehrerinnen Prof. Fuchs und Prof. Klemm gilt ein besonderes Dankeschön, sie waren es, die es am Paulinum möglich gemacht haben, dass Schüler*innen an derartigen Events teilnehmen können, danke für Ihr Engagement.

Und abschließend möchte ich mich bei allen Mitschülerinnen bedanken, die mich über das Versäumte verständigt haben.

P.S.: Ich habe bereits arrangiert, dass weitere Schüler*innen an MEP Sessions teilnehmen dürfen und hoffentlich ähnlich Schönes erleben!!

Sitzungssaal

Es folgt meine Rede:

Portrait

Opening speech

Honorable Presidency, distinguished, fellow delegates, ladies and gentlemen!

I want to begin my speech with an emotional story:

One day around three months ago I picked up my eight years old cousin at his school. He told me a story: “Rafael I don`t understand it. Trees clean the air, men build factories, factories pollute the air, men cut down trees, men build more factories, men die …

WOW

I was like literally so proud of my cousin.

An eight years old child understood, what we all should understand…

We are contributing to climate change and mankind is in big trouble,

  • No, actually our nature is in big trouble.

The problem is not climate change, global warming or environmental destruction, it is us!

These problems are symptoms of us, by products of us!

But wait… I don`t accept that and our committee on a redefination of the electricity market, renewable energy and efficiency in building doesn`t accept that.

We are clear about the fact that’s it not only about our future.

It`s about the question if our children and children´s children will be able to live on a planet earth like the generations before were able to.

Like we`re able to.

It`s about the question if they will even be able to live on a planet earth.

We all know that predictions are really not good unless we don`t change curse dramatically.

We as committee number 5 tried to make a step into the right direction with our resolutions.

As a consequence of constructive sessions and discussions we were able to do so.

We have worked out a resolution I`m really proud of and we all here should be proud of.

This resolution will help us to make this change possible.

It`s about a fair and clean energy revolution in the European Union.

Fair for our children, children´s children and for our environment.

Thank you!

Rafael Ager, 7B