Hellas 2017

„Man muss reisen, um zu lernen“, sagte einst schon der berühmte Schriftsteller Mark Twain. Auf unserer Griechenlandreise durften wir  erfahren, dass er damit richtig liegt.

Diese Reise war ohne Zweifel Höhepunkt unserer schulischen Karriere. Wir möchten uns bei allen Lehrern bedanken, die sich Jahr für Jahr dafür einsetzen, dass diese Reise stattfinden kann und weder Mühen noch Kosten scheuen, denn „Reisen ist das einzige, was man kauft, das einen reicher macht“.

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Am 13. September begaben sich bereits um 5:00 morgens 12 mutige Hellenen + 2 motivierte Philologen zum Innsbrucker Flughafen, um von dort eine Odyssee durch Griechenland anzutreten. Wohlbehalten angekommen, machten wir uns trotz Temperaturschock (30 Grad im Schatten!) auf den Weg, die Kulturstätten des antiken Athen zu erkunden.  Nach einer stärkenden Mahlzeit erklommen wir die Pnyx (Geburtsort der griechischen Demokratie) und den Philopappos Hügel, wo wir den beeindruckenden Ausblick auf Athen und die Akropolis bewunderten. Darauf besuchten wir den  Hadriansbogen, das Olympieion, einer der größten Tempel Griechenlands, sowie den Turm der Winde. Nach diesem anstrengenden aber über die  Maßen lehrreichen Tag dinierten wir in einem typisch griechischen Lokal in der Athener Altstadt  Plaka.

Am zweiten Tag stand zunächst das griechische Nationalmuseum auf dem Plan, wo ein ganz besonderes Highlight der Reise auf uns wartete: die originale Goldmaske des Agamemnon! Auch einige Pfeilspitzen, die bei der Schlacht der 300 bei den Thermopylen zum Einsatz kamen (nota bene: „ Unsere Pfeile werden die Sonne verdunkeln“-„Dann kämpfen wir eben im Schatten“) waren dort ausgestellt. Schatten gab es für uns beim nächsten Programmpunkt, der Wachablöse vor dem Parlament, allerdings keinen. Nach einem kurzen Abstechen zum Schliemannhaus gönnten wir uns eine wohlverdiente Auszeit am Pool um präventiv einen Hitzeschlag abzuwenden. Später bestiegen wir den Areopag, auf dem der Namenspatron unserer Schule schon seine berühmte  Rede gehalten hat; leider mussten wir feststellen, dass die Agora für uns heute aufgrund einer Veranstaltung geschlossen war; der Beginn eines Abends voller verschlossener Türen und Umwegen. Eine verriegelte Restauranttür, einen U-bahnstreik und eine legendäre Taxifahrt später, gelangten wir schließlich doch in unser Hotel.

olympia

Die nächsten drei Tage standen im Zeichen der großen drei (Ausgrabungsstätten), Delphi, Olympia und Mykene. Wir wandelten auf den Pfaden von berühmten Helden, Königen und Sportlern und sahen Dinge und Orte, die wir sonst nur aus (Schul)Büchern kannten. In Delphi blickten wir in die Angesichter der Statuen von Klegolas und Beton…(hi, hi) pardon, Kleobis und Biton, besuchten die Stätte des Orakels, welches schon Alexander der Große um Rat ersuchte und legten unsere Hände auf „den Nabel der Welt“. Nach einer Nacht im bei Griechen berühmten Hotel Olympion Asty und einem sogar Zeus würdigen Frühstück, führten uns unsere σοφοι διδασκαλοι durch das antike Olympia, wo wir unter anderem unsere Fähigkeiten beim Stadionlauf unter Beweis stellten und die Überreste des Zeustempels, welcher eines der 7 Weltwunder beherbergte, begutachteten. Auch dem Olympiamuseum mit seinen weltberühmten Ausstellungstücken (Hermes des Praxiteles, Zeus und Ganymed, Giebel und Metopen des Zeustempels (bekannt aus der Mikroausgabe im Schulbuch!), Helm des Miltiades-> Schlacht von Marathon) wurde ein Besuch abgestattet. Bei Nektar und Ambrosia ließen wir unseren letzten Abend im Olympion Asty ausklingen.

Am nächsten Tag begaben wir uns wieder in Hände unseres Busfahrers Costa, welcher uns lehrte, dass der längere Weg oftmals der schönere ist (Euphemismus für: wir haben uns mit leerem Tank verfahren). Dank einer rettenden Tankstelle am Wegesrand wurden unsere Pläne, für immer in Arkadien als SchäferInnen zu bleiben, zunichte gemacht, allerdings können wir nun behaupten: „et ego in Arcadia“.

korinth

Dann kam Mykene. Wir begingen Wege, die bereits der Mykenerfürst Agamemnon (vulgo „A.G. Memnon“) beschritt, verweilten unter der wohl schönsten erhalten gebliebenen Türstock der Antike, dem Löwentor, und genossen den atemberaubenden Ausblick auf die Küste, von der aus die Mykener gegen Troja segelten. Anschließend machten wir noch einen kurzen Abstecher ins Schatzhaus des Atreus. Von dort fuhren wir weiter nach Tolon, wo wir einen wunderschönen Abend am Strand verbrachten.

In Epidauros, einem antiken Kurort für Asklepios, wird man noch lange vom beeindruckenden Solo einer Paulinerin (wer wohl?) im  gigantischen Theater schwärmen! Über Korinth mit seinen Ausgrabungen, dem Museum, sowie dem weltbekannten Kanal von Korinth führte uns unser Weg wieder zum Ausgangspunkt unserer Reise, Athen.

Am nächsten Morgen traten wir die Fahrt auf die Insel Ägina mit der Fähre an, um den Aphaiatempel zu besichtigen und uns einer Thalassotherapie hinzugeben. Wieder zurück in Athen besuchten wir dann schließlich doch noch die Agora und sprinteten (ungelogen) auf den Lykabettos-Hügel, in der Hoffnung auf einen (nicht eingetretenen) Sonnenuntergang. Unser letztes Abendmahl verbrachten wir gemeinsam  mit Blick auf die beeindruckend rekonstruierte Säulenhalle, die  Stoa des Attalos.

mykene

Am Tag der Abreise wurde uns erst bewusst, wie viel uns diese Reise bedeutete und wie schnell sie doch vergangen war. Die letzten Programmpunkte waren die Akropolis mit dem Parthenon und das Akropolismuseum. Danach mussten wir uns von Athen, 35 Grad im Schatten und einer der schönsten Reisen unseres Lebens verabschieden. Um 18:15 landeten wir schlussendlich nach einem erneuten Temperaturschock unter den verschneiten Gipfeln Tirols.

Besonders bedanken möchten wir uns noch bei unseren αριστοις  διδασκαλοις, die uns kompetent, motiviert und Begeisterung vermittelnd durch Hellas begleiteten. Darüber hinaus wäre das Grab des Sokratääääs für immer unentdeckt geblieben und wir hätten nie erfahren welche Aussprachemöglichkeiten die (alt)griechische Sprache zu bieten hat (ύγιεια, βη,...).  Ohne Prof. Thummer (alias MC white shark) und Prof. Lukasser (alias Meister des griechischen Fidgetspinners) wäre die Reise für uns nicht zum Mythos geworden.

Ein großes ΕΥΧΑΡΙΣΤΩ ΠΟΛΥ von Ihren Hellenen.

Amelie Jochmus, Selina Lintner

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